Zum ersten Mal legt der Bundesverband Suchthilfe e. V. (bus.) eine Auswertung von Basisdaten seiner ambulanten Mitgliedseinrichtungen vor. Die Daten stammen aus dem Erhebungsjahr 2024. Ambulante Einrichtungen nimmt der bus. seit 2022 auf. Aktuell gehören ihm rund 150 stationäre und 32 ambulante Mitgliedseinrichtungen an.
Die erste Verbandsauswertung der Basisdokumentation für ambulante Einrichtungen steht auf der bus.-Website zur Verfügung. Der Bericht umfasst Daten aus elf ambulanten Einrichtungen und gibt Auskunft über:
- Beratungsleistungen,
- Beratung von Angehörigen,
- Ambulante Rehabilitation Sucht (ARS) und
- Nachsorge.
Einführung
Der Bundesverband Suchthilfe e. V. (bus.) vertritt im Jahr 2024 neben seinen stationären Mitgliedseinrichtungen 19 ambulante Einrichtungen mit insgesamt 119 Vollzeitstellen zur Behandlung und Betreuung von Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung. Grundlage für den vorliegenden Bericht sind die Daten aus elf ambulanten Einrichtungen der Suchthilfe. Dazu zählen Suchtberatung, Ambulante Rehabilitation, Ambulante Nachsorge und Präventionsangebote. Im Folgenden wird für die ambulanten Einrichtungen der Suchthilfe der Begriff Beratungsstelle verwendet.
Die Datensammlung umfasst 8.692 Datensätze aus elf Beratungsstellen.
Teilnehmende Einrichtungen:
- AWO Bezirksverband Potsdam e. V. Ambulante Beratungs- und Behandlungsstelle für Suchtkranke
- Lukas-Werk Gesundheitsdienste GmbH: Fachambulanz Sucht Braunschweig, Fachambulanz Sucht Goslar, Fachambulanz Sucht Helmstedt, Fachambulanz Sucht Northeim, Fachambulanz Sucht Peine
- Caritas Fachambulanz für die Stadt und den Landkreis Osnabrück
- Diakonie in Düsseldorf Suchtberatungs- und Therapiezentrum
- Suchthilfezentrum Stadtmission Nürnberg
- Tannenhof Berlin Brandenburg Ambulante Angebote
- Therapieverbund Bremen
Die vorliegende Auswertung der Basisdaten des Jahrgangs 2024 ist auf Grundlage des KDS 3.0 erstellt.
Zusammensetzung Fallzahlen insgesamt:

davon:

Insgesamt wurden 8.692 Fälle von Ratsuchenden in den Beratungsstellen erfasst, davon waren 2.115 Fälle länger als ein Jahr in der Einrichtung. 2.377 Fälle bleiben über das Jahr 2025 hinaus in Betreuung/Behandlung
Von den 8.692 Fällen waren 5.982 mit Mehrfachkontakten, 1.762 Fälle waren Einmalkontakte. 947 Fälle bildeten Angehörige, die eine Beratungsstelle aufsuchten.
In den angegebenen Fallzahlen sind auch die ambulanten Rehabilitationsmaßnahmen enthalten: Ambulante Rehabilitation Sucht (ARS), Nachsorge (NAS) und Kombi-Behandlung (KOM).
Die Ergebnisse der Daten der ARS mit 478 Fällen werden unter Punkt 3 dargestellt. Zur Nachsorge wurden aus den beteiligten Einrichtungen insgesamt 220 Datensätze geliefert. Die geringe Fallzahl lässt aussagekräftige Interpretationen nur bedingt zu. Daher wird in den folgenden Ausführungen auf eine Beschreibung verzichtet. Die Ergebnisse liegen aber in Form von Tabellen vor und können im Gesamtbericht, der auf der Website des bus. zur Verfügung steht, eingesehen werden.
Da aktuell relativ wenige Beratungsstellen an der Erhebung teilnehmen, kann es in späteren Auswertungen zu abweichenden Ergebnissen bei den einzelnen Items kommen. Ausschlaggebend sind die unterschiedlichen Behandlungsschwerpunkte der einzelnen ambulanten Einrichtungen.
1. Beratungsleistungen
Die folgenden Daten der Beratungsleistungen setzen sich aus Einmalkontakten und Mehrfachkontakten (laufende und beendete Beratungen) von Betroffenen zusammen. Die Daten der ARS, NAS und KOM werden nicht berücksichtigt.
1.1 Geschlecht

Zum Vergleich:
stationäre Einrichtungen
Männer: 74,6 %
Frauen: 25,4 %
Knapp Dreiviertel der selbst betroffenen Klient:innen in Beratungsstellen sind Männer.
Die Geschlechterverteilung in stationären Einrichtungen zeigt ein sehr ähnliches Bild wie in den Beratungsstellen. Auch hier stellen Männer mit 74,6 % den deutlich größeren Anteil der Klienten, während Frauen mit 25,4 % deutlich seltener vertreten sind.
Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass geschlechtsspezifische Unterschiede in der Nutzung von Unterstützungsangeboten bestehen können bzw. geschlechtersensible Angebote wichtig wären.
1.2 Alter

Zum Vergleich:
stationäre Einrichtungen
Mittelwert: 41,3 Jahre

Der Großteil der Klient:innen in den Beratungsstellen ist zwischen 21 und 50 Jahre alt. Das durchschnittliche Alter der Klient:innen in stationären Einrichtungen beträgt 41,3 Jahre. Es liegt damit leicht über dem Durchschnittsalter von Menschen, die ambulante Leistungen in Anspruch nehmen (39,1 Jahre).
Die Daten belegen, dass Betroffene zunächst eine Beratungsstelle aufsuchen und erst nach einer gewissen Zeit eine stationäre Maßnahme in Anspruch nehmen.
1.3 Problembereiche
Betroffene berichten neben der Suchtproblematik am zweithäufigsten über Probleme mit ihrer psychischen Gesundheit gefolgt von Problemen im Bereich der körperlichen Gesundheit. Da alle auf Grund von Suchtproblemen in die Beratungsstelle gekommen sind, wird dieses Item an dieser Stelle nicht ausgewiesen.
Einmalkontakte, laufende und beendete Fälle N = 6.469

Insgesamt zeigt sich, dass neben der Suchtthematik insbesondere gesundheitliche körperliche, psychische und psychosoziale Belastungen eine wichtige Rolle im Beratungsprozess spielen.
Die Problembereiche spiegeln typische Begleiterscheinungen und Ursachen der Suchterkrankung wider und zeigen, dass eine ganzheitliche Beratung neben der reinen Suchtbehandlung auch psychosoziale und gesundheitliche Aspekte berücksichtigen muss.
N = 6.469

Diese Verteilung unterstreicht geschlechtsspezifische Unterschiede in den Problemlagen: Männer sind häufiger in konfrontativen, rechtlichen und finanziellen Problembereichen betroffen, während Frauen besonders stark durch sexuelle Gewalterfahrungen belastet sind. Die Daten legen nahe, dass Beratungs- und Unterstützungsangebote geschlechtsspezifisch ausgerichtet werden sollten, um auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Belastungen gezielt einzugehen.
1.4 Kinder
Im Haushalt der Klient:innen leben in 70 % der Fälle keine minderjährigen Kinder. In 17,2 % der Fälle sind keine Angaben vorhanden. In 12,8 % der Fälle lebt mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt.

1.5 Konsummuster
Laufende und beendete Fälle
N = 4.747

Alkoholprobleme dominieren weiterhin die Beratungsanlässe und betreffen knapp 70 % der Frauen sowie etwa 57 % der Männer. Cannabis stellt mit rund 10 % der Fälle eine kleinere, aber relevante Substanzproblematik dar, während Stimulanzien als Hauptproblem kaum auftreten.
Für einen Teil der Klient:innen liegen Angaben zu problematischem Glücksspiel vor. Besonders häufig genannt werden Internet-Glücksspielautomaten, gefolgt von stationären Geldautomaten und Online-Sportwetten. Diese Daten machen deutlich, dass Glücksspiel als ergänzendes Beratungsfeld an Bedeutung gewinnt und entsprechende Angebote weiter ausgebaut werden sollten.
Die Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit, Beratungsleistungen geschlechtsspezifisch und substanzbezogen auszurichten, um den unterschiedlichen Bedarfen der Klient:innen gerecht zu werden.
Neben einer Hauptproblematik werden häufig weitere Substanzen konsumiert.
Da die weiteren Substanzen im Laufe des Beratungsgeschehens dokumentiert werden, sind im folgenden Diagramm die Daten der beendeten Fälle dargestellt.
N = 3.014

Bei Klient:innen mit einer Kokainkonsumstörung zeigt sich ein hoher Anteil an Mehrfachkonsum: 44,3 % konsumieren zusätzlich Alkohol, etwa ein Drittel Cannabis. Da Klient:innen mehrere zusätzliche Substanzen nutzen können, summieren sich die Prozentsätze auf über 100 %. Im Vergleich dazu ist der Beikonsum bei Alkohol als Hauptsubstanz am geringsten ausgeprägt. Die Nichtberücksichtigung von Tabak aufgrund fehlender Kodierung weist auf methodische Grenzen hin.
1.6 Beratungsdauer im Auswertungszeitraum

1.7 Weitervermittlung
N = 3.014

Von 3.014 Fällen sind 662 in die Suchtbehandlung weitervermittelt worden, in die Beratung und Betreuung waren es insgesamt 63 Fälle, in Präventions- und Frühinterventionsmaßnahmen 42 Fälle und insgesamt 35 Fälle in die Eingliederungshilfe.
Die Weitervermittlung der beendeten Fälle erfolgt überwiegend in den Bereich der Suchtbehandlung, der mit 36,8 % den größten Anteil ausmacht. Dies unterstreicht die zentrale Rolle der Suchtbehandlung als anschließende Maßnahme nach der Beratung.
Weitere Weiterleitungen entfallen vor allem auf Beratung und Betreuung (3,5 %) sowie auf Akutbehandlung (2,3 %). Die Anteile für Eingliederungshilfe (1,9 %), Prävention und Frühintervention (0,7 %) sowie andere Bereiche wie Justiz, Kinder- und Jugendhilfe oder Beschäftigungsförderung sind vergleichsweise gering.
Suchtbehandlung Gesamt aufgeschlüsselt:

1.8 Kontakte
Für die Beratungsleistungen wurden in der Regel mehrere Kontakte in Anspruch genommen. Einmalkontakte werden an dieser Stelle nicht berücksichtigt.
Verteilung Anzahl Kontakte beendeter Fälle:

1.9 Art der Beendigung
72,9 % aller Klient:innen beenden ihre Betreuung regulär.
N = 3.014

Regulär: Regulär nach Beratungs-/Behandlungsplan, vorzeitig auf ärztliche/therapeutische Veranlassung bzw. Einverständnis, planmäßiger Wechsel in andere Betreuungsform
Nicht regulär: vorzeitig ohne ärztliches/therapeutisches Einverständnis, disziplinarisch, außerplanmäßige Verlegung/Wechsel in eine andere Einrichtung
Die Statistik zeigt, dass 72,9 % unserer Klient:innen ihre Betreuung regulär abschließen. Das ist ein starker Indikator für die Wirksamkeit unserer Angebote und für die Zufriedenheit der Teilnehmenden.
2. Beratung Angehörige
Die Daten der Angehörigen beinhalten alle Fälle, die im Auswertungsjahr anwesend waren, also laufende und beendete Fälle.
Im Auswertungszeitraum kamen 947 Angehörige in die Beratungsstellen. Der überwiegende Teil waren Väter und Mütter, die Unterstützung benötigten.
Hypothese: Dass der Großteil der Ratsuchenden Eltern sind, liegt daran, dass sie oft die erste Anlaufstelle für ihre Kinder sind und sich frühzeitig um Unterstützung bemühen. Eltern fühlen sich stark verantwortlich und möchten aktiv helfen, während Partner:innen meist erst später Beratung in Anspruch nehmen, wenn die Sucht das gemeinsame Leben stärker belastet. Zudem sind viele Beratungsangebote gezielt auf Eltern ausgerichtet, wodurch diese die Angebote leichter wahrnehmen.
N = 947

2.1 Geschlecht
Von den insgesamt 947 Angehörigen waren 78,6 % Frauen und 21,1 % Männer. Die Größenverteilung bei den Klient:innen im Beratungssetting ist genau umgekehrt: 25,9 % Frauen und 73,6 % Männer.
In die Angehörigenberatung kommen mehr Frauen als Männer. Dies wird in der Fachliteratur u. a. damit erklärt, dass Frauen häufiger Unterstützungsangebote im psychosozialen Bereich wahrnehmen und stärker Verantwortung für familiäre Fürsorge- und Unterstützungsaufgaben übernehmen (vgl. DHS, gendersensible Suchtarbeit). Hingegen besteht die Mehrheit der Menschen, die eine Suchtbehandlung in Anspruch nehmen, aus Männern. Studien zeigen, dass Männer häufiger Alkohol und illegale Drogen konsumieren und häufiger problematische oder abhängige Konsummuster entwickeln (vgl. DHS Jahrbuch Sucht 2024).
Kurz gesagt: Männer sind häufiger direkt betroffen, Frauen übernehmen häufiger die Rolle der aktiven Unterstützung in der Familie.

Zum Vergleich:
Klient:innen im Beratungssetting
Männer: 73,6 %
Frauen: 25,9 %
2.2 Alter

Angehörige, die eine Beratungsstelle aufsuchen, sind im Mittel 48,2 Jahre alt. Ein Viertel ist zwischen 51 und 60 Jahre alt.
2.3 Problembereiche
N = 947

Am häufigsten berichten Angehörige von problematischem Alkoholkonsum (40,9 %), am zweithäufigsten von problematischem Konsum von Cannabinoiden (14,8 %). Glücksspielen (6,9 %) wird von Angehörigen, die in eine Beratungsstelle kommen, als dritthäufigstes problematisches Verhalten genannt.
3. Ambulante Rehabilitation Sucht (ARS)
Für die Ambulante Rehabilitation Sucht (ARS) konnten insgesamt 478 Datensätze ausgewertet werden. Die Daten beziehen sich auf entlassene Rehabilitand:innen im Auswertungsjahr 2024.
3.1 Geschlecht

Zum Vergleich:
stationäre Einrichtungen
Männer: 74,6 %
Frauen: 25,4 %
3.2 Alter


Zum Vergleich:
stationäre Einrichtungen
Mittelwert: 41,3 Jahre
Tagesklinik
Mittelwert: 42,7 Jahre
3.3 Leistungsträger

Zum Vergleich:
Tagesklinik
DRV: 88,2 %
GKV: 8,4 %
3.4 Vermittlung

Es zeigt sich, dass ein größerer Teil der Rehabiltand:innen aus der ambulanten Suchthilfe vermittelt wird. Was sich hinter „Sonstige“ verbirgt, lässt sich evtl. durch eine genauere Erhebung erkunden.
3.5 Vorerfahrung Behandlungen

Es zeigt sich, dass Entgiftungsmaßnahmen ein guter Zugangsweg zu einer ambulanten Rehabilitation sein können. Hinter der Vermittlung aus stationärer Rehabilitation verbirgt sich evtl. die Weiterbehandlung oder Kombibehandlungen.
3.6 Schulabschluss

3.7 Erwerbsstatus

Zum Vergleich:
stationäre Einrichtungen
29,2 % erwerbstätig
39,8 % arbeitslos
20,1 % nicht erwerbstätig
Tageskliniken
45,5 % erwerbstätig
34,5 % arbeitslos
11,7 % nicht erwerbstätig
Hier lässt sich gut ablesen, dass Vorgaben für eine ambulante Rehabilitation bzw. stationäre Rehabilitation konzeptionell gut in den Einrichtungen umgesetzt worden sind und für die Betroffenen die passgenauen Angebote vorgehalten werden.

Zu Beginn der Behandlung waren 63,2 % der Rehabilitand:innen erwerbstätig und 16,9 % arbeitslos. Knapp 60 % der Rehabilitand:innen sind in einem Angestelltenverhältnis beschäftigt. Der Erwerbsstatus der Rehabilitand:innen, die eine ARS durchführen, ist deutlich höher als in ganztägig ambulanten Rehabilitationseinrichtungen (45,5 % Erwerbstätig) und etwa doppelt so hoch wie in stationären Einrichtungen mit 29,2 %.
Hier zeigt sich die Besonderheit der ARS gegenüber stationärer Rehabilitation – es werden mehr Erwerbstätige behandelt, dies entspricht auch den Erwartungen und Vorgaben der Kostenträger.
Erwerbssituation im Verlauf der Behandlung:

Zu Behandlungsbeginn waren 63,2 % der Rehabilitand:innen erwerbstätig. Am Ende der Behandlung waren es 60,7 %. Die Zahl der Arbeitslosen hat sich gegenüber dem Behandlungsbeginn mit 16,9 % auf 12,3 % zum Ende der Behandlung verbessert. 4 % der vormals Arbeitslosen befinden sich nach der Behandlung in einer Erwerbstätigkeit.
3.8 Partnerschaft

Zum Vergleich:
stationäre Einrichtungen
36,6% in Partnerschaft
Tageskliniken
50,1% in Partnerschaft
Gut die Hälfte aller Rehabilitand:innen sind in einer Beziehung. Auch hier wird die passgenaue konzeptionelle Umsetzung der Kostenträgervorgaben für die Betroffenen sichtbar.
3.9 Hauptdiagnose

Zum Vergleich:
stationäre Einrichtungen
60 % Alkohol
35 % Drogen
1,6 % Path. Glücksspiel
Tageskliniken
71 % Alkohol
27 % Drogen
0,1 % Path. Glücksspiel
In der ARS spielt Pathologisches Glücksspiel eine größere Rolle als in der stationären und ganztägig ambulanten Rehabilitation. Gerade durch eine Zunahme im Bereich der Onlinespielsucht gewinnt diese Behandlungsform eine noch höhere Bedeutung, da es sich hier um Betroffene handelt, die jung und gut lebensintegriert sind.
3.10 Art der Entlassung

Zum Vergleich:
stationäre Einrichtungen
77,3 % planmäßige Entlassungen
Tageskliniken
87,1% planmäßige Entlassungen
Diese Zahlen zeigen eindeutig, wie erfolgreich eine ambulante Rehabilitation ist und wie wichtig es ist, dass im Vermittlungsvorgang mit der betroffenen Person gemeinsam nach der richtigen Behandlung gesucht wird.
4. Nachsorge (NAS)
Aus den beteiligten Einrichtungen wurden insgesamt 220 Datensätze zur Nachsorge geliefert. Die Ergebnisse liegen in Tabellenform vor und können im Gesamtbericht eingesehen werden. Der Gesamtbericht steht auf der Website des bus. zum Download zur Verfügung.
5. Schlusswort
Für den Bundesverband Suchthilfe e. V. ist es ein großer Gewinn, Daten aus den ambulanten Suchthilfeeinrichtungen auswerten zu können. Auf Grund der verbandsinternen Auswertungssystematik kann ein Teil der Daten aus dem ambulanten Setting mit den Daten aus stationären Einrichtungen verglichen werden. Zudem ermöglicht die einheitliche Vorgehensweise, dass ambulante Einrichtungen ihre Ergebnisse mit der Verbandsauswertung vergleichen können. Der bus. lädt alle ambulanten Mitgliedseinrichtungen dazu ein, sich an der Basisdokumentation zu beteiligen. Die Erhebungen liefern aussagekräftige Ergebnisse, die auf Verbandsebene als Argumentationshilfen für die Weiterentwicklung des Suchthilfesystems bei Verhandlungen mit Kosten- und Leistungsträgern verwendet werden. Stationäre Einrichtungen können von erkennbaren Tendenzen der Entwicklung von Konsummustern und der Klient:innen-Struktur profitieren.
Der bus. dankt allen ambulanten Einrichtungen, die mit ihren Daten die Arbeit des Verbands unterstützen.
Dem Dokumentationsausschuss des bus. gehörten zur Zeit der Erstellung des Berichts folgende Personen an:
- Matthias Cabadag, Adaption der Bernhard Salzmann-Klinik LWL (Basis- und Katamnesedaten Adaptionseinrichtungen)
- Nikolaus Lange, AGJ Fachklinik Freiolsheim (Basis- und Katamnesedaten Tageskliniken)
- Dirk Lasseur, Fachklinik Nettetal (Basis- und Katamnesedaten Indikation Drogen)
- Gotthard Lehner, Fachklinik Haus Immanuel der DGD GmbH (Basisdaten Gesamt)
- Jan Medenwaldt, Redline Data GmbH (Datensammlung und Statistik)
- Erica Metzner, Suchthilfezentrum Nürnberg (Basisdaten Ambulante Einrichtungen)
- Dorota Anna Kempert, Fachklinik Erlengrund, Lukas-Werk Gesundheitsdienste (Basis- und Katamnesedaten Indikation Alkohol/Medikamente)
- Iris Otto, bus. e. V. (Datensammlung, Redaktion)
- Corinna Mäder-Linke, bus. e. V. (Endredaktion)

