Das mentale Wohlbefinden von Jugendlichen ist seit Mitte der 2000er Jahre spürbar zurückgegangen. Das zeigen Datenauswertungen der SCHULBUS-Studie aus Hamburg und Bremen. Außerdem geht aus den Daten hervor, dass auch der Konsum von psychoaktiven Substanzen unter den 14- bis 17-jährigen Schüler:innen sinkt. Welcher Zusammenhang lässt sich im Einzelnen zwischen mentalem Wohlbefinden und resilientem Umgang mit psychoaktiven Substanzen oder anderen Belastungen herstellen? Dieser Frage geht Theo Baumgärtner nach, indem er Auswertungen für die Gruppe Jugendlicher mit (eher) hohem und die Gruppe mit (eher) niedrigem mentalen Wohlbefinden gegenüberstellt. Als Ergebnis kann festgehalten werden: Die Stärkung des mentalen Wohlbefindens von Jugendlichen ist effektive Suchtprävention. Daran sollten sich alle Tätigkeitsbereiche, die im direkten Kontakt zu der Zielgruppe stehen, beteiligen. » zum Artikel
Rausch und Risiko sind elementare Bestandteile des menschlichen Seins – so die Grundannahme im pädagogischen Handlungsmodell risflectingⓇ zur Entwicklung von Rausch- und Risikobalance. risflectingⓇ verfolgt das Ziel, junge Menschen zu befähigen, einen nicht schädlichen, sondern bereichernden Umgang mit Rausch und Risiko zu erleben. Es sieht die Vermittlung spezifischer Fähigkeiten, Instrumente und Rituale vor, mit denen Risikosituationen adäquat bewältigt werden können. Außeralltägliche Erfahrungen gilt es nicht zu vermeiden, sondern zu trainieren. Niko Blug, selbst Risikopädagogischer Begleiter im risflectingⓇ-pool, stellt das Handlungsmodell vor. » zum Artikel
Wie viel Alkohol schadet welchen Personengruppen wie stark? Darüber wurde schon viel diskutiert und geforscht. Mittlerweile ist die Forschungsmeinung, dass es keinen risikoarmen Konsum gibt und jeglicher Alkoholkonsum schädlich ist. Im Gegensatz dazu stehen die deutschen Trinkgewohnheiten. Vor allem im sozialen Beisammensein hat Alkohol seinen festen Platz. Wieso ist das so? Eine neue Studie der Hochschule Emden/Leer nimmt das Phänomen des Alkoholtrinkens in Gesellschaft genauer unter die Lupe und untersucht dessen Rahmenbedingungen, Erscheinungsweise und Funktion. Die Untersuchung bezieht Kneipen in Deutschland und in vier weiteren Ländern ein. Knut Tielking stellt die Ergebnisse vor. Diese können in einem nächsten Schritt für die Präventionsarbeit genutzt werden. Unter der Prämisse, dass Alkohol grundsätzlich schädlich ist, drängt es sich auf, Prävention neu zu denken. Neue Ansätze und Einsatzfelder regt unser Fachbeiratsmitglied Ulrich Böhm an. Lesen Sie mehr dazu im untenstehenden Kommentar. » zum Artikel