Für ein gutes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt

Der Fachverband Medienabhängigkeit e. V. bezieht in einer Stellungnahme Position zu den aktuellen Handlungsempfehlungen „Entwicklung stärken, Verantwortung übernehmen. Für ein gutes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt“ der Unabhängigen Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“.

Bisherige Ansätze zur Prävention von Medienabhängigkeit konzentrieren sich vor allem auf Verhaltensprävention. Aus Sicht des Fachverbands Medienabhängigkeit bleiben individuelle Aufklärung, Kompetenzförderung und Unterstützung auch künftig unverzichtbar. Gleichzeitig muss nach Ansicht der Expert:innen jedoch auch die Verhältnisprävention deutlich stärker fokussiert werden: Medienabhängigkeit wird nicht nur durch individuelles Verhalten, sondern auch durch gesellschaftliche, wirtschaftliche und technologische Rahmenbedingungen beeinflusst, die eine intensive Mediennutzung teilweise gezielt fördern. Die Verantwortung darf deshalb nicht allein bei den Nutzer:innen liegen. Eine wirksame Prävention muss beide Ebenen verbinden: die Stärkung individueller Kompetenzen sowie die Gestaltung gesundheitsförderlicher Rahmenbedingungen.

Daher begrüßt der Fachverband Medienabhängigkeit die Handlungsempfehlungen der Expertenkommission „Kinder und Jugendschutz in der digitalen Welt“, schlägt jedoch eine Priorisierung bestimmter Forderungen vor. In der Stellungnahme werden die zehn aus Sicht des Fachverbands wichtigsten Handlungsempfehlungen hervorgehoben und erläutert. Zu weiteren fünf Handlungsempfehlungen bezieht er darüber hinaus Stellung.

Die Stellungnahme steht auf der Website des Fachverbands zur Verfügung.

Quelle: Website des Fachverbands Medienabhängigkeit, 6.10.2026