Beltz Verlag, Weinheim 2026, 208 Seiten, 22,00 €, ISBN 978-3-407-86939-5
Deutschland ist ein Land, das Alkohol liebt. Gleichzeitig verachten wir jene, die von Alkohol abhängig werden. Stigmaforscher Georg Schomerus zeigt, wie diese Doppelmoral Betroffene unsichtbar macht, Hilfe verhindert und wirksame Alkoholpolitik blockiert. Verständlich erklärt er, warum nicht persönliche Schwäche, sondern gesellschaftliche Strukturen und wirtschaftliche Interessen Menschen krank machen. Ein faktenbasierter Realitätscheck, der die Verantwortung im Umgang mit Alkohol dorthin rückt, wo sie hingehört: mitten in unsere Gesellschaft.
Schomerus zeigt:
- dass Stigmatisierung nachweislich zu Sekundärerkrankungen führt,
- wie die Politik versagt und die Industrie profitiert,
- wie Angehörige und Betroffene Entlastung erfahren,
- welche konkreten Maßnahmen zu Hilfe, Prävention und Veränderung führen.

