Umgang mit dem Konsum von Neuen Psychoaktiven Substanzen (NPS) in Haft

Am 21.01.2026 gaben akzept und Deutsche Aidshilfe in einer Online-Veranstaltung einen interdisziplinären Überblick über das Auftreten Neuer Psychoaktiver Substanzen (NPS) in Haft. Es wurden rechtliche, medizinische und vollzugspraktische Perspektiven aufgezeigt. Diese wurden durch das Thema Beratung und Schadensminimierung ergänzt. Es ging um eine Einordnung des Phänomens, um Aufklärung und mehr Handlungssicherheit für die Fachkräfte. Ein sachlicher, informierter Umgang mit NPS ist eine zentrale Voraussetzung dafür, Risiken zu minimieren.

Die Veranstaltung „Neue Psychoaktive Substanzen in Haft“ stieß auf ein enormes Interesse, sie erreichte ca. 420 Teilnehmende. In einer Folgeveranstaltung am 11.02.2026 wurden weitere Details erarbeitet. Beide Veranstaltungen dienten als Grundlage für die nun vorliegenden Handlungsempfehlungen.

Die 16-seitigen Handlungsempfehlungen stehen zum Download zur Verfügung. Sie greifen unter anderem folgende Punkte auf:

Wirkung:
Wirkweisen und Wirkstoffgruppen von NPS
NPS in Haft
Gesundheitliche Auswirkungen
Symptome für eine Vergiftung nach NPS-Konsum

Akutmedizinische Interventionen:
Besonderheiten bei synthetischen Cathinonen
Besonderheiten bei synthetischen Cannabinoiden
Besonderheiten bei synthetischen Opioiden

Prävention, Beratung und Safer Use:
Beratung im Haftkontext
Psychosoziale Beratung
Prävention
Safer-Use
Nachsorge nach Drogennotfällen
Gruppenangebote
Personal

Implementierung und Evaluation – Checkliste Prävention und Beratung

Redaktion KONTUREN, 19.8.2026